Reinigungswirkung von DIY-Reinigern

Henriette, 21. März 2017


Sauberkraft oder schauderhaft?

Reiniger aus wenigen Hausmitteln selbst herzustellen schont Gesundheit und Umwelt. Mit dem Sauberkasten wird es noch dazu ganz einfach und macht Spaß. Aber wie sieht es eigentlich mit der Reinigungswirkung aus?

 

Ich selbst wasche und putze nun schon seit Langem nur noch mit selbstgemachten Reinigern à la Sauberkasten. Die Wohnung ist nach dem „Arbeitseinsatz“ wie gewohnt blitz blank sauber und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich dafür keine Umweltschäden in Kauf nehmen muss. Das gleiche gilt für das Geschirr – auch ohne Schaum lässt es sich prima spülen (so prima wie Spülen eben sein kann). Das Wäschewaschen hat die einzige spürbare Umstellung mit sich gebracht: Die Wäsche riecht nicht mehr parfümiert. Am Anfang war ich dadurch etwas irritiert, denn die jahrelange Gewohnheit hat mir suggeriert, nur stark duftende Wäsche sei saubere Wäsche. Doch meine Kleidung ist sauber, natürlich sauber, ohne Schnickschnack.

 

 

In den sechs Zutaten des Sauberkastens steckt alles, was man braucht, um sein Zuhause strahlen zu lassen. Natron und Soda lösen Fette, neutralisieren Gerüche und schwämmen textile Fasern auf, sodass der Schmutz gelöst werden kann. Natron kann auch in der Küche als Lebensmittel verwendet werden (z.B. beim Backen). Soda dagegen ist in der Wirkung noch stärker als Natron. Es kann nicht gegessen werden, eignet sich aber umso besser zum Wäschewaschen. Die Kernseife sorgt dafür, dass Fett und Schmutz sich mit dem Wasser verbinden und weggespült werden. Essig und Zitronensäure lösen Schmutz und Kalk. Mit ätherischen Ölen kann man seinen Reinigern nicht nur einen natürlichen, angenehm aktivierenden oder beruhigenden Geruch verleihen. Je nach Sorte haben sie ganz eigene Sauberkräfte und wirken antibakteriell, antiviral, antifungal …

Wenn eigentlich alles so einfach ist, wieso stecken dann so viele und oftmals schädliche Inhaltsstoffe in den gekauften Reinigern? Nicht zuletzt liegt das am Wettbewerb, der die Nachfrage nach immer noch besser reinigenden Mitteln schürt, welche auch noch durch Duft und Aussehen punkten. Doch sauber heißt nicht steril. Mit einer klinisch reinen Wohnung tun wir unserer Gesundheit nichts Gutes. Und auch Farbstoffe, Parfum oder Konservierungsstoffe haben keine Reinigungswirkung und sind somit entbehrlich.

 

 

Selbstgemachte Reiniger machen sauber und schonen dabei Umwelt und Gesundheit. Nicht zu vergessen ist der Spaß bei der Sache: In wenigen Schritten entsteht im Handumdrehen Spülmittel, Waschmittel oder Glasreiniger. Jeder, der sich die aufwendige Suche nach Rezepten und Zutaten ersparen will, kann sich bald einen Sauberkasten bestellen, denn da ist alles drin was man braucht, um zehn verschiedene Reiniger herzustellen! Putzen muss man trotzdem selbst, doch soviel kann ich versprechen: Bei jedem Wischer schwingt ein Fünkchen Stolz auf die eigenen Reiniger mit!

 

Eure Jette

 





  • Mario sagt:

    Super das sich jemand mit „natürlichen“ Reinigungsmitteln beschäftigt und dies auch weitergibt. Habe selbst schon anderes Waschmittel hergestellt mit Olivenseife,aber
    die Alternative mit Kernseife ist sicherlich auch Preisgünstiger.

    • Jeanette sagt:

      Dank dir! 🙂 Wir benutzen für unser Flüssigwaschmittel tatsächlich auch Olivenölseife, da wir gern auf Palmöl bzw. tierische Fette verzichten möchten 😉 LG Jeanette

  • Mario sagt:

    Ist es denn trotzdem bald möglich eure „Rezepte“ auszutesten ?
    Denn gewisse „Zutaten“ sind schon zu Hause vorhanden.
    LG Mario

    • Jeanette sagt:

      Die Rezepte kannst du dann zusammen mit den Zutaten bei uns im Set erwerben.Dabei sind die Mengen der Zutaten genau auf unsere Rezepte abgestimmt 😉

      • Mario sagt:

        Habt ihr inzwischen einen Art Shop?
        Würde gern solch einen „Kasten“ erwerben.
        Wie kann ich ihn erwerben.☺

        • Jeanette sagt:

          Momentan kann man den Sauberkasten noch nicht kaufen. Wir arbeiten aber fleißig daran, dass man ihn in den nächsten Monaten erwerben kann 😉 Vorerst werden wir über Crowdfunding eine erste Produktion starten. Wie, wo, was, wann genau teilen wir dir hier oder über unseren Newsletter mit. Saubere Grüße

  • Hallo, ich benutze den Sauberkasten jetzt seit 3 Monaten und bin begeistert. Mein Bad war noch nie in der Rekordzeit so sauber, und blieb noch nie sooooo lange frisch. Lediglich mit dem Waschmittel habe ich ein Problem: Wie finde ich die richtige Dosierung? Wieviel ml brauche ich für eine volle Maschine? Und ich möchte, dass meine Wäsche nach dem Öl duftet das ich mir ausgesucht habe. Ich kann reintuen soviel ich will, es duftet nicht danach. Gibt es Richtwerte?

    • Leander Grewling sagt:

      Liebe Sabine,
      danke für dein tolles Feedback. Standardmäßig kommt eine Messtasse Waschmittel in die Waschmaschine. Das kann je nach Verschmutzung der Wäsche und Wasserhärte variiert werden. Informationen dazu findest du auf dem Rücketikett des Waschmittels. Das selbstgemachte Waschmittel riecht nicht so parfumiert wie die gekauften. Es ist einen Versuch wert, auf das starke Parfum zu verzichten – nach einer kurzen Umgewöhnungszeit kommt es einem völlig normal vor. Alternativ kann man auch Waschmittel-Parfumöl verwenden. Es enthält Stoffe, die den Geruch des Öls stärker an die Wäsche binden.

  • Louise sagt:

    Meine Mutter hat immer die hartnäckigen Verschmutzungen mit Backpulver behandelt. Ich fand das in den meisten Fällen ganz hilfreich. Bei einigen Problemen kommt man aber leider nicht um die Chemie herum.

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