Klimaschutz durch weniger Müll

Sauberkasten, 20. November 2019


Abfallvermeidung, Mülltrennung, Recycling. Das sind wichtige Themen die unser Klima betreffen. In anderen Ländern sind wir Deutschen als die >>Mülltrenner<< schlechthin bekannt, dennoch sind wir gleichzeitig Europameister im Müll produzieren. Das Bundesministerium für Umwelt hat veröffentlicht, dass wir pro Kopf im Jahr 617 kg Abfall produzieren. Damit belegt Deutschland einen der Spitzenplätze in der EU. 


Wir wissen alle: Das können wir besser! 

Auch wenn diese Fakten abschreckend wirken (das sollen sie auch), gibt es keinen Grund zur Panik! Auch wenn Du vielleicht nicht der oder diejenige bist, der/die das Meer vom Müll befreit, so kannst Du zumindest Deinen Teil dazu beitragen, dass nicht noch mehr Müll im Meer landet.

Durch das Aneignen eines Zero-Waste-Lifestyles, tust du nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch Dir selbst. Du kannst damit durchaus deine Lebensqualität erhöhen. 
Aber Moment mal – alle Sprechen von dieser „Zero-Waste-Bewegung“, das Durchblicken, ist manchmal etwas kompliziert. Müllvermeidung soll nicht kompliziert sein und ist im Grunde genommen sehr einfach.


Wenn Du die 5 Grundprinzipien des Zero Waste erst einmal verstanden hat, kannst Du sie in all deinen Lebensbereichen anwenden.


So einfach geht das – das sind die 5 R:

Refuse: Kauf nichts, was du nicht wirklich brauchst. 
Reduce: Reduzier alles, was du wirklich brauchst.
Reuse: Verwende Produkte, die wiederverwendbar sind.
Recycle: Recycle alles, was recyclebar ist
Rot: Kompostiere, anstatt alles in den Restmüll zu werfen 


Nun, das ist das grobe Konzept dahinter.


Im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung vom 16.11. – 24.11. 2019, haben wir Dir eine kleine Starthilfe zusammengestellt, durch die Du in kleinen, aber dennoch effektiven Schritten einen großen Beitrag in deinem Alltag leisten kannst:

  1. Fangen wir doch mal klein an, denn die umweltfreundlichste Verpackung ist die nicht vorhandene Verpackung. Also Produkte mit wenig Verpackung kaufen, denn weniger ist mehr

  2. Retrochic durch den Supermarkt – das geht am besten mit dem guten alten Jutebeutel oder du nimmst unseren praktischen Sauberkasten Drecksack mit.

  3. Bewusst konsumieren – frage Dich bevor du einkaufst: Brauche ich das wirklich? Kann ich das auch gebraucht auf einem Flohmarkt oder einem Secondhand-Laden kaufen? 

  4. Tauschen, Leihen, Spenden und Teilen. Falls doch mal was neues her muss, dann kannst du vielleicht jemand Anderem auch eine kleine Freude bereiten. 

  5. Ein weiterer cleverer Trick ist, Nachfüllpackungen statt Einwegpackungen nutzen. Meistens sparst du damit auch eine Menge Geld. 

  6. Einkaufen ohne Verpackungsmüll? Das geht mittlerweile in vielen Städten durch Unverpackt-Läden. Wenn du keinen in deiner Stadt hast, dann lass dich nicht davon abhalten, denn ein Spaziergang auf dem Wochenmarkt bei frischer Luft, tut nicht nur der Umwelt, sondern auch deinem Wohlbefinden gut. 




  7. Der absolute Klassiker schlechthin ist: Leitungswasser statt Flaschenwasser. Du sparst dir das Schleppen und tatsächlich jede Menge Geld. Es gibt Flaschen mit tollem Design, mit denen du beispielsweise durch die Initiative Refill, alle kostenlosen Leitungswasser-Refillservice in Deutschland nutzen kannst. Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann auch mit Hilfe von geschmackgebenden Zusätzen klassische Softdrinks ersetzen. 




  8. Ein weiteres Must-have-tool ist: die Brotbox. Die hat jeder seit seiner Kindheit. Nimm dir dein Essen mit. Lass dir dein Gericht im Restaurant zum Mitnehmen in deine Box packen. Schwups, sparst du jede Menge Plastik. Statt Alufolie eignen sich Bienenwachstücher.

  9. Adé Plastikstrohhalm. In Deutschland werden jährlich 40 Milliarden Strohhalme verbraucht. Für eine gute Ökobalance spricht das nicht. Zero Waste Alternativen wären: Strohhalme aus Bambus, Glas oder Edelstahl und noch besser: keinen. Umrühren und trinken lässt es sich übrigens auch sehr praktisch mit einer Makkaroni Nudel. 

  10. Das nachhaltiges Putzen möglich ist, Geld spart, Spaß macht und obendrein noch super einfach ist, kennst du ja bereits durch unsere Sauberkasten Produkte. 




  11. Der Coffee-To-Go-Becher. Ein nützlicher Freund im Alltag. Verzichte auf die Wegwerf-Variante und nimm deinen eigenen Becher mit. Wenn du jedoch den Becher nicht regelmäßig brauchst oder mit dir rumschleppen willst, dann bieten viele Cafés mittlerweile Kooperationen an, z.B. mit Recup. Du leihst dir dein Becher aus, trinkst den Getränk, gibst ihn wieder ab und bekommst den Geld wieder zurück. Noch besser ist hier: Du musst nicht mal abwaschen. 




  12. Shampoo, Spülung, Haarkur, Duschgel – viele Drogerien sind voll damit und das schlimme ist: alles in Flaschen aus Plastik. Neben den Plastikflaschen befindet sich fast immer auch Mikroplastik in deinen Pflegeprodukten. Verabschiede dich davon, denn viel braucht deine Haut nicht und greife zur guten alten Naturseife oder umweltfreundlichen festen Seifen


Auch wenn vieles simple klingt, wir wissen selber: es kostet viel Überwindung und braucht einfach seine Zeit. Mit der Zeit entwickelst Du aber ein Gespür für die Abfallvermeidung und wirst Schritt für Schritt deinen Alltag nachhaltiger gestalten. Allein, dass du diesen Artikel gelesen und Dich informiert hast, ist schon ein Erfolg.  Du wirst bald sehen, es ist tatsächlich sehr einfach. 


Wenn du dich noch mehr informieren willst, dann haben wir dir noch ein paar Literaturtipps


Aber auch auf Social Media Kanälen und Blogs kannst du einiges zum Thema Abfallvermeidung erfahren. Schau doch mal auf Instagram bei Zero Waste Deutschland vorbei und folge uns, dann bist du immer auf dem aktuellstesten Stand. 


Saubere Grüße
Eure Melissa




Titelbild: Sylvie TittelUnsplash
Bild 1: Jasmin SesslerUnsplash
Bild 2, Bild 3: Laura MitullaUnsplash
Bild 4: Sauberkasten 
Bild 5: Mert GullerUnsplash





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