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Nachhaltige Weihnachten

Sauberkasten, 5. Dezember 2019


Das klingt fast schon wie ein Widerspruch, denn im Alltag umweltfreundlich zu leben ist schon schwer genug, doch an Weihnachten scheint es schier unmöglich. Wir essen viel, kaufen viel und schmeißen zum Schluss auch noch viel weg. 

Es sollen perfekte Weihnachtsfeiertage werden, da möchten wir auf keinen Fall auf etwas verzichten. Wie du mit gutem Gewissen und absolut ohne Verzicht noch schönere Weihnachten feiern und verschenken kannst, zeigen wir dir mit ein paar wenigen sauberhaften Tipps. 



Gegenstandslose Geschenke: 

  1. Gutes tun statt Konsum — das ermöglicht unverpackt.oxfam.de:
    Du wählst ein Geschenk, z. B.: Trinkwasser für 50 Menschen, 50 junge Bäume, Schulbücher oder Nahrungspakete für Familien und verschenkst eine Grußkarte mit einem Kühlschrankmagnet. Dein Geschenk hilft denjenigen, die es wirklich brauchen. 
  2. In Deutschland gibt es unzählige Lebenshöfe. Mit einer Spende kannst du die Versorgung und Betreuung geretteter Tiere gewährleisten. Viele dieser Höfe sind auf Tierpatenschaften angewiesen, wie der Lebenshof Wilde Hilde, welcher von den beiden gemeinnützig anerkannten Vereinen White Paw Organisation e.V. und weil Tiere lieber leben e.V. geführt wird. Besonders im Winter sind diese auf Spenden angewiesen, damit die Tiere genug Heu zum überwintern haben. 
  3. Oder du suchst einfach auf Deutschlands größter Spendenplattform betterplace.org ein cooles Projekt aus, welches dir und deinem Beschenkten am besten entspricht.
    Noch mehr tolle Plattformen zum Thema Charity-Shopping findest du zum Beispiel unter schulengel.degooding.de und bildungsspender.de
  4. Wollen wir in unserem Leben nicht viel eher Erfahrungen und Erinnerungen sammeln, als es mit Dingen zu füllen? Verschenke Erfahrungen oder lass Erinnerungen bei gemeinsamer Zeit wachsen.


Wenn es doch Dinge sein sollen: 

  1. Verschenke Dinge mit Sinn und achte beim Kauf der Produkte auf deren Nachhaltigkeit und faire Produktion. Überleg vorher, ob diese Dinge wirklich gebraucht werden und ob sie das Leben des Beschenkten wirklich bereichern würden.
    Wie wäre es z.B. mit nachhaltigen Alltagshelfern wie einer Trinkflasche aus Glas von Soulbottle oder aus Edelstahl von KleanKanteen, praktische Bienenwachstücher oder einem Sauberkasten?



  2. Bei miteckenundkanten.com kannst du Produkten mit kleinen Schönheitsfehlern eine zweite Chance geben. Dieser toller Online-Shop vertritt den Mindset: „Tschüss Perfektionismus. Hallo Nicht-Perfekt-Sein“. Zum einen sparst du Geld, denn aufgrund von kleinen Produkt-Makeln werden diese im Shop 40-50 % günstiger angeboten und sind obendrein auch noch fair und nachhaltig produziert! Letztendlich ist es eine Win-Win-Situation für alle. 
  3. Ein klassischer Tipp, den wir dir unbedingt ans Herz legen möchten ist die gute alte Second-Hand-Ware, denn es muss nicht immer gleich neu sein. Eine große Auswahl an Produkten ist definitiv vorhanden. Wichtig ist nur, dass du darauf achtest, dass diese gepflegt und gut erhalten sind. Insbesondere Elektrogeräte sind in der Herstellung unglaublich energieineffizient und ressourcenunfreundlich. Second-Hand-Shops, An- und Verkauf, Flohmärkte oder EbayKleinanzeigen bieten viel Auswahl und du hast garantiert auch noch jede Menge Geld gespart.



  4. Wie wäre es mal mit einer regionalen, saisonalen und biologischen Gemüsekiste? Lebensmittel konsumieren wir auch nach den Feiertagen, also etwas, was sich dein*e potentielle*r Beschenkte*r sowieso kaufen wird. Unterstützen kannst Du dabei die solidarische, umweltfreundliche und faire Landwirtschaft. Ein Tipp von uns: Biohof Hausmann


Verpackungssfrei verpacken: 

Nun möchten viele deiner Geschenke natürlich auch noch sauberhaft verpackt werden. Hier kannst du kreativ sein und dich austoben. Wir garantieren, dass diese Geschenke am ausgefallensten aussehen werden und definitiv richtige Hingucker sind. 

  1. Das gute alte Zeitungspapier lässt sich mit ein paar Tannenzweigen, Ästen und etwas Aquarellfarbe wunderbar aufhübschen. 
  2. Genauso gut klappt das mit alten Buchseiten, alten Landkarten oder mit einem alten Jahreskalender
  3. Furoshiki (風呂敷) — so nennen sich diese quadratischen Tücher aus Japan. Diese kann man traditionell als Geschenkverpackung oder sogar als Transportmittel verwenden. Es gibt vielseitige Wickeltechniken. Du kannst darin sowohl Flaschen als auch eckige Geschenke verpacken. Mit der richtigen Wickeltechnik lassen sich auch Halstücher, Küchentücher oder Handtücher verschenken. Mit hübschem Inhalt gefüllt gibt es sogar ein doppeltes Geschenk.
  4. Wiederverwendbare Obst-, Gemüse- und Brotbeutel. Wenn du Lust hast, kannst du diese auch noch mit Textilfarbe anmalen oder mit deinem individuellen Design bedrucken lassen. So ähnlich gibt es das auch bei uns. Unsere Sauberkasten Deo-Sets und unser großes 20 L Waschmittelset sind in bedruckten wiederverwendbaren Säckchen verpackt. Das ist superpraktisch, denn den großen Sack kannst du tatsächlich als den „Drecksack“ verwenden oder du nimmst einfach beide Säckchen mit in den Unverpacktladen oder zum Bäcker und sparst dir damit die Plastiktüte. 



Rezept für Kaltporzellan

Jetzt noch ein letzter Sauberkasten-Tipp: Weihnachtsdeko geht auch wunderbärchen ohne Plastik, nämlich mit unserem Natron. Denn mit diesem lässt sich Kaltporzellan herstellen, mit welchem Du Deinen Weihnachtsbaum oder alternativ auch Deine Zimmerpalme dekorieren kannst.

Das brauchst Du für die Modelliermasse: 

  • ca. 60 g Speisestärke
  • ca. 250 g Natron
  • ca. 85 ml Wasser
  • Rührschüssel
  • Kochtopf
  • Plätzchenausstecher (z. B. in Sternform)
  • Holzspieß
  • Kristallvase, Kristallglas o. Ä. (für den Abdruck)


So wird’s gemacht:

  1. Stärke, Natron und Wasser in einen kleinen Topf geben und gut mischen.
  2. Die Mischung unter ständigem Rühren erhitzen, aufkochen und bei geringer Hitze leicht weiterköcheln lassen. Die Masse beginnt sich nun von flüssig zu fest zu verändern. Vorsicht! Das kann ziemlich schnell gehen. Sobald sie eine stark breiige Konsistenz erreicht hat und schwer reißend vom Löffel fällt, ist es an der Zeit zum Abkühlen. Also Ofen aus, Topf vom Herd und entspannen.
  3. Nach etwa 10 Minuten Auskühlzeit kann das falsche Porzellan in einer großen Rührschüssel weiterverarbeitet werden. Jetzt wird mit den Händen geknetet. Ist die Masse zu klebrig, kommt noch etwas Stärke hinzu – so lange, bis ein geschmeidiger, weißer Teig entstanden ist.
  4. Der Teig ist bereit zum Formen. Zuvor noch zwei Dinge: Ähnlich wie Salzteig schrumpfen die fertigen Dekoobjekte um ca. 10 Prozent. Und beim Ausrollen sollte das Kaltporzellan ungefähr eine Dicke von ca. 4–8 mm haben. Zu dicke oder zu dünne Stücke können beim Aushärten eventuell kleine Risse bekommen.
  5. Die Unterlage leicht mit Stärke bestäuben und den Teig sorgfältig ausrollen.
  6. Jetzt kommt der Clou: Der Teig wird nämlich mit Kristallglas bedruckt. Dazu vorsichtig die geschliffenen Glasflächen auf die Oberfläche des Kaltporzellan drücken, bis ein schöner Abdruck entstanden ist.
  7. Mit den Plätzchenausstechern den Kaltporzellan-Baumschmuck ausstechen und mit dem Holzspieß ein kleines Loch zum Aufhängen durchpieksen. Fertig!
  8. Je nach Größe und Dicke der Anhänger und je nach der Luftfeuchtigkeit im Raum kann die Trocknungszeit 1–3 Tage lang dauern. Währenddessen unsere hübschen Schmuckstücke mehrmals vorsichtig wenden.



Noch mehr dieser Tipps und mehr Wissen rund um nachhaltige Weihnachten findest Du im Buch: „Zero Waste Weihnachten: Mit einfachen Kreativideen für Weihnachtsbaum, Deko und Geschenke nachhaltiger Weihnachten feiern“ von Alexandra Achenbach. 

So schnell kann man den Ruf vom Weihnachtsfest als Umweltsünde mildern und dabei auch noch Positives bewirken. 


Wir hoffen, dass Dir diese Tipps weitergeholfen haben und wünschen Dir viel Spaß in der Umsetzung. 



Saubere Grüße
Eure Melissa  




Titelbild + Bild 6 von Kira auf der HeideUnsplash
Bild 1 von Diego PHUnsplash
Bild 2 von Sauberkasten
Bild 3 von Onur BahçıvancılarUnsplash
Bild 4 von Nynne SchrøderUnsplash
Bild 5 von Joanna KosinskaUnsplash





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