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Nachhaltige Putzutensilien

Sauberkasten, 3. April 2020


Für saubere Ergebnisse benötigen wir wirksame Reiniger und Waschmittel. Die passenden Zutaten und Rezepte stellen wir dir kinderleicht zum Selbermachen mit unseren Sauberkästen und Sets zur Verfügung.

Doch um effektive Ergebnisse zu erzählen fehlt noch was! Richtig: die Putzutensilien. Schwämme, Bürsten, Lappen, Spültücher, Küchenrollen, Poliertücher, Staubtücher, uvm. Ganz schön überfordernd? Bevor wir uns mit dem Material auseinandersetzen, ist es daher sinnvoll eine Bilanz zu ziehen, welche Putzwerkzeuge wir besitzen und welche wir auch im Alltag tatsächlich nutzen.

Sinnvoll sind ein paar wenige Haushalttools, die wir gleichzeitig für unterschiedliche Zwecke nutzen können. Regelmäßiges ausmisten verschafft uns nicht nur einen Überblick, so haben wir auch mehr Platz zu Hause und sparen gleichzeitig die Ressourcen unseres Geldbeutels und der Natur. Einige Putzwerkzeuge lassen sich auch praktisch durch andere ersetzen. Die Küchenrolle zum Beispiel ist ein Einwegprodukt. Ein Wisch und zack landet es im Müll. Schade, eigentlich, denn dieser lässt sich wunderbar gegen ein anderes Putzutensil eintauschen, wie z.B.: ein Putzlappen oder ein Putztuch.


Es gibt so viele Putzlappen, doch welcher ist wirklich nachhaltig und putzt auch noch richtig gut?


Das Problem: Mikrofaser

Saubere Wäsche, zu welchem Preis? Schmutzige Meere? Mikrofasern werden in der Natur nicht abgebaut und bereiten darum wachsende Schwierigkeiten. Ihre Herstellung verbraucht weniger Wasser als Baumwolle. Kunstfasern werden aus Erdöl hergestellt, dazu ist viel Energie notwendig, weit mehr als bei der Baumwollproduktion. Kunstfaser wird oft versteckt als Polyamid oder Polyester deklariert. Ein Problem wird dieser vor allem in der Waschmaschine, denn dann lösen sich kleinste Fasern, auch Mikrofaser genannt und sind damit nichts anderes als Mikroplastik. Diese Plastikteilchen werden nicht durch natürliche Prozesse abgebaut und bleiben über Hunderte von Jahren im Umlauf. Genauer gesagt: Fische und andere Meeresbewohner verschlucken das belastete Plastik, über die Nahrungskette landet es in unserem Essen.

Unser Geheimtipp: Guppy-Friend = ein Waschbeutel schützt die Kleidung und reduziert Eintrag von Mikrofasern in unsere Flüsse und Meere.


Auf der Suche nach nachhaltigen Materialien, die zum Beispiel das altbekannte Mikrofasertuch ersetzen, haben wir Kokosfaser, Kohlefaser, Bambus, Kupfer, Luffa, Baumwolle und Sisal entdeckt, die allesamt unterschiedliche Eigenschaften besitzen, welche in diversen Putzutensilien zum Einsatz kommen.



Wie gut funktionieren die nachhaltigen Alternativen?

Getestet haben wir für euch die genannten Materialien als Bambustücher und Baumwolltücher statt Mikrofasertücher, Bürsten aus Kokosfaser statt Tierhaarfaserbürsten, Luffaschwämme statt Plastikschwämme, Kupferschwämme statt Stahlwolle, wiederverwendbare Küchentücher statt Einweg Papiertücher. Von den Putzergebnissen sind wir begeistert, denn wir haben herkömmlichen Putzwerkzeuge garnicht vermisst. Im Gegenteil, wir waren sogar begeistert, wie viel saugstarker die Produkte sind, zum Beispiel: Bambus.


Bambustuch

Tanboocel-Filamentgarn ist Viskose aus Bambus Zellulose und wird in einem umweltfreundlichen Verfahren hergestellt. Da die Tücher also aus 100% Bambus sind, sind sie natürlich auch kompostierbar. Bambus ist eine der schnellwachsenden Pflanzen auf der Welt. Sie entwickelt ein komplexes Wurzelsystem, das man Rizome nennt. Man muss Bambus nicht nachpflanzen, er wächst aus seiner Wurzel von selbst wieder nach. Die Pflanze ist anspruchslos und benötigt weder Dünger noch Pestizide. Aber das beste ist, dass die Tücher wirklich für jede Oberfläche geeignet sind und man somit keine fünf verschiedenen Putzlappen und Schwämme mehr braucht!

Unsere Erfahrung: Trocknet und poliert fast alle Materialien streifenfrei, durch seine große Feuchtigkeitsaufnahme auch für große Flächen ohne Auswinden geeignet.

Vielseitig nutzbar: Fenster streifenfrei putzen, als Abtropfmatte für Geschirr, zum abwaschen von Geschirr, als Staubwedel, zum polieren von allen möglichen Oberflächen, zum Abtrocknen von Geschirr, … uvm.

Bambustuch von Eltrovema


Bambus-Küchentücher

Um eine Tonne Papierhandtücher herzustellen, werden 17 Bäume und mehr als 75.000 Liter Wasser verschmutzt. Weltweit verursachen weggeworfene Papierhandtücher jedes Jahr 254 Millionen Tonnen Müll. Wenn man also dennoch nicht auf Küchentücher verzichten möchte, ist die Küchenrolle aus Bambus eine hervorragende umweltfreundliche Alternative, denn damit lassen sich diese erschreckenden Zahlen reduzieren, da man diese mehrmals waschen und wieder verwenden kann.


Baumwolle

Hier gehen die verschiedenen Nachhaltigkeitsstandards und Zertifizierungssysteme ziemlich stark auseinander. Warum? Baumwolle ist ein vielseitiger Rohstoff und wird in mehr als 80 Ländern angebaut; die Produktion sichert die Lebensgrundlage von über 350 Millionen Menschen, darunter sind 50 bis 100 Millionen Bauern. – Praktisch und erschwinglich: Baumwolle ist eine vielseitige Faser, die von Denim bis Spitze in viele Stoffe eingewebt werden kann. Baumwolle lässt sich leicht färben und mit anderen Fasern wie Polyester mischen. Baumwolle ist sehr weit verbreitet und deshalb erschwinglich – Widerstandsfähige Faser: Baumwollfasern sind zäh und langlebig. Es ist die einzige Faser, die im nassen Zustand noch fester wird. Kleidung aus Baumwolle kann immer wieder getragen und gewaschen werden. Da Baumwolle sehr heißes Wasser und hohe Temperaturen verträgt, kann sie einfach sterilisiert werden und ist somit für Krankenhausbekleidung und -zubehör sowie für die Uniformen von Feuerwehr und anderen Rettungsdiensten besonders geeignet.

Tuch aus Baumwolle


Baumwolle ist atmungsaktiv und geruchsneutral.

Baumwolle ist biologisch abbaubar und eine erneuerbare Ressource (obwohl sie beim Wachsen ggf. nicht erneuerbare Ressourcen verbraucht). Baumwollfasern können wiederverwendet und recycelt werden. Mit der richtigen Technologie können Baumwollgewebe zerkleinert und die Fasern zu neuem Garn oder sogar zu Papier weiterverarbeitet werden.

Mehr als eine einfache Faser: Baumwolle ist für Kleinbauern eine wichtige Nutzpflanze, sie kann für Bekleidungsfasern, als Brennstoff und als Lebensmittel (Baumwollsamenöl) verwendet werden. Die durch den Baumwollanbau erwirtschafteten Einnahmen sind häufig für die Aufrechterhaltung eines guten Lebensstandards unverzichtbar.


Luffa

Ein 100% natürlicher Schwamm ist der Luffa-Schamm.


Wir sind begeistert! Diese plastikfreie und biologisch abbaubare Alternative zum Plastikschwamm ist einfach die beste Alternative unter den Öko-Schwämmen.
Interessanter Fakt: Luffa ist ein dichtfaseriges Kürbisgewächs. Erntereif ist es 30-50 cm lang. Nach Entfernen der Schale, des Fruchtfleisches und den Kernen, wird das Fasergerüst gepresst und unter der Sonne luftgetrocknet. Luffa ist 100% natürlich und umweltfreundlich.
In der Produktverarbeitung verzichten viele Hersteller auf den Einsatz von Chemikalien, dass bedeutet, das sie nicht gebleicht werden. Die Luffa-Pflanzenfasern zerkratzen dein Geschirr und andere Oberflächen nicht. Gleichzeitig haben sie genug Scheuerkraft, um Schmutz zu entfernen. Sie sind außerdem zu 100% kompostierbar.


Kupferschwamm

Besonders gut geeignet für den Schmutz außerhalb der Wohnräume und für besonders hartnäckigen Schmutz. Kupfer lässt Empfindliches glänzen und reinigt extra gründlich und schonend Töpfe, Pfannen, Spüle, Herd, Ceranfeld, Glas, Edelstahl etc. Hervorragend geeignet, um Rostansätze von Besteck zu lösen. Ideal auch für alle glänzenden Teile an Fahrrad und Motorrad, sowie für Scheiben, Chromteile und Alu-Felgen beim Auto. Feine Kupferfäden heben selbst den hartnäckigsten Schmutz behutsam ab, denn Kupfer ist ein Weichmetall, das im nassen Zustand nicht kratzt. Es hinterlässt keine Kratzer auf Emaille und Ceranfeld und bringt Ihre Spüle auf Hochglanz! Das doppelllagige Material ist extrem langlebig und kann in der Waschmaschine bei 60 Grad gewaschen werden.
Unser Tipp: bitte in ein Wäschenetz oder eine Socke stecken.

Wir haben einige Schwämme getestet, unser Ergebnis: Luffa und Kupfer sind am umweltfreundlichsten.


Kupfer ist zwar nicht biologisch abbaubar, aber dafür 100% recycelbar. Er ist außerdem umweltfreundlich, da er sehr langlebig und robust ist.



Flaschenbürste aus Kokosfaser

Flaschenbürsten gibt es viele. Doch welche ist wirklich nachhaltig?


In der Regel sind Flaschenbürsten aus Kokos 100 % plastikfrei und 100 % pflanzlich. Wichtig ist hier jedoch, darauf zu achten, dass die Fasern aus nachhaltigem Anbau bestehen. Natürlich könnte man jetzt meckern, dass die Kokosnuss kein regionales Produkt ist. Stimmt auch, aber vieles spricht trotzdem für die Kokosnuss, denn die Kokosnussfaser, auch als Coir bekannt, ist eine natürliche Faser, die aus dem Bereich zwischen der harten Schale der Kokosnuss und dem äußeren Fruchtfleisch gewonnen wird. Sie ist ein Nebenprodukt des Kokosnuss-Anbaus und wird als erneuerbares und nachhaltiges Produkt erachtet, weil an der selben Kokosnusspalme wiederholt neue Früchte nachwachsen. Unsere Erfahrung: wir können nicht meckern, denn das Ergebnis ist sauber. Mit den meisten Bürsten, kommt man in alle Ecken und sie ist schonend für die Oberflächen, verkratzt also damit nicht.



Jetzt wo du den Durchblick hast, stellt sich die Frage: Wo bekommst du die nachhaltigen Putzwerkzeuge auch für deinen Haushalt? Du hast einen Grund zur Freude: Sei gespannt. Denn bald für dich bei uns im Shop!


Saubere Grüße
Melissa





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