Kinderwunsch & Putzmittel

Was haben Putzmittel mit deinem Kinderwunsch zutun? In vielen herkömmlichen Putzmitteln verstecken sich Schadstoffe, welche unsere Gesundheit stark belasten können und auch dazu führen können, dass dein Kinderwunsch unerfüllt bleibt.

Kati Siemens, Integriegerte Nährstoffberaterin, hat zu diesem Thema einen Gastbeitrag verfasst:



Unerfüllter Kinderwunsch und dein Putzmittel

von Kati Siemens



Dein Dach ist undicht und dir fällt auf, dass winzige Tropfen langsam eine kleine Pfütze im Raum bilden. Um den Boden zu schützen stellst du schnell einen Eimer darunter und vergisst den Handwerker anzurufen um das Dach zu reparieren!

Was passiert im Laufe der Zeit? Genau! Früher oder später ist der Eimer voll und läuft über!

Genauso ist das auch mit den Giftstoffen, die jeden Moment deines Lebens auf deinen Körper einwirken. Sie sind unscheinbar und es fällt gar nicht auf, dass sie dir schaden – denn der Körper regelt das ja schon. Die Giftstoffe werden aufgefangen. 


Was aber, wenn der Eimer voll ist und überläuft?
Dann staunst du, weil plötzlich, aus dem Nichts, eine Allergie, eine Autoimmunerkrankung oder eine problematische Schwangerschaft entsteht. 
Wie du dir sicher schon denken kannst, treten diese Beschwerden nicht aus dem Nichts auf, sondern sind eine Ansammlung von vielen Kleinigkeiten. 
Giftstoffe haben verschiedene Quellen: Nahrung, Umgebung und kommen auch aus dem Körperinneren. 
Da es hier um schadstofffreie Reinigungsmittel geht, werde ich in diesem Artikel auf die Giftstoffe aus der Umgebung eingehen. 



Als Fruchtbarkeitscoach bin ich natürlich besonders daran interessiert was bestimmte Inhaltsstoffe mit der Fruchtbarkeit einer Person machen und welchen Einfluss es auf die Entwicklung des Kindes hat. 

Umso erschreckender ist das Ergebnis, wenn man sich mit den Chemikalien aus Reinigungsmitteln im Zusammenhang mit reproduktiver Gesundheit beschäftigt!



Borax und Borsäure


Borax und Borsäure findet man in vielen Reinigungsmitteln, wie z. B. Waschmittel und Spülmaschinentabs um die Enzyme in diesen Mitteln zu stabilisieren. Auch wird es häufig in selbstgemachten Mitteln genutzt. 

Wenig bekannt sind die Nebenwirkungen:
Männer, die regelmäßig Borsäure ausgesetzt sind, weisen reduzierte Spermaproduktion, sowie reduzierten Libido auf. In Tierversuchen zeigte es Einfluss auf die Hodengröße. 

Bei Frauen sehen die Nebenwirkungen nicht besser aus: 
Es wurde eine Veränderung in der Häufigkeit und Qualität des Eisprungs festgestellt. Diese Frauen wiesen eine grundsätzliche Reduktion in ihrer Fertilität auf und hatten daher Schwierigkeiten mit der Empfängnis. 

Klappt es dann aber doch tatsächlich mit dem Baby, können Borax und Borsäure die skelettale Entwicklung des Kindes und auch das Geburtsgewicht entscheidend beeinflussen. 



Phthalat


Für den Duft von verschiedenen Produkten wie Glasreiniger, Deo und die Flexibilität von Kunststoffen und Bodenbelägen ist Phthalat zuständig. Es ist in so gut wie jedem Produkt enthalten, weshalb das Ausmaß sehr groß ist. Bei Männern hat dieser Stoff ebenfalls Einfluss auf die Spermaproduktion und kann bei Neugeborenen zu Beeinträchtigungen und Geburtsschäden führen. Die Gefahr von Allergien und Asthma ist verstärkt, wenn die Mutter während der Schwangerschaft und das Kind in seiner Entwicklung regelmäßig Kontakt mit diesem Stoff haben. 

Wenn du dir jetzt eine Minute Zeit nimmst um Produkte in deinem Umfeld aufzuzählen, die toll riechen über deren Inhaltsstoffe du aber nichts weißt, wird die Liste sicher sehr lang. All diese Produkte enthalten sehr wahrscheinlich Phthalat was damit großen Einfluss auf die Gesundheit von dir und deiner Familie hat. 



Paraben

Paraben ist mittlerweile für die meisten ein geläufiger Begriff. Es wird in nahezu allen handelsüblichen Reinigung- und Pflegeprodukten verwendet und ist auch unter den Namen Methylparaben, Ehtylparaben, E216 und weiteren bekannt. Es gehört zu einer Gruppe von Chemikalien, die auch Xenoöstrogen genannt werden. Diese sind Chemikalien, die für den Körper wie das weibliche Hormon Östrogen aussehen und daher die Herstellung und Verwendung von Östrogen stark beeinflussen. Bei Frauen sorgt das für einen versetzten Eisprung, Gewichtszunahme, Erschöpfung, Depression, Angstzustände und unregulierte Zyklen. Nicht nur Frauen leiden an den Effekten von Xenoöstrogen, sondern auch Männer sind stark betroffen. Sie bekommen die bekannten Moobs – Man Boobs. Auch kann der Überschuss an weiblichen Hormonen zu Errektionsstörungen und Unfruchtbarkeit führen. 

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Chlor

Chlor wird als Bleichmittel und auch zur Desinfektion gerne genutzt und ist in diesen Bereichen natürlich sehr effektiv. Ein Beiprodukt das entsteht, wenn Chlor Wasser desinfiziert, ist Trichloressigsäure (TCA). Wo man damit in Kontakt kommt? Im Badewasser, während man duscht, im Schwimmbad, im Trinkwasser und natürlich auch im Putzeimer. 

2014 wurde eine Studie mit 2.009 Männern durchgeführt, um herauszufinden welchen Einfluss Chlor auf die männliche Fruchtbarkeit hat. Spermaanzahl und -beweglichkeit war am niedrigsten in den Testpersonen mit dem höchsten Anteil an Chlor in Blut- und Urinproben.

Grundsätzlich „desinfiziert“ chloriertes Trinkwasser aber auch den Darm was das Immunsystem und die Hormonproduktion stark beeinflusst. So wird ca. 95% des Botenstoffs Serotonin in der Darmwand hergestellt. Kann diese Produktion nicht optimal von statten gehen, führt das natürlich dazu, dass man die Kinderwunschzeit nicht besonders gelassen angehen kann und der Körper schnell ins Ungleichgewicht gerät.

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Dies ist nur eine kleine Auswahl an Chemikalien, die uns jeden Tag beeinflussen und unsere Gesundheit in vielen Bereichen einschränkt. Natürlich ist es ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man weiß, dass man im alltäglichen Leben einen echten Unterschied für die Umwelt leisten kann. Doch darf man auch nicht aus den Augen verlieren wie groß der Einfluss von täglichen Produkten und deren Chemikalien auf entscheidende Gesundheitsbereiche wie die Reproduktion haben. 

 
Kati Siemens 




Hier erfährst du mehr zu Kati’s Arbeit: https://katisiemens.com/de/



Übrigens haben wir mit Kati eine sauberhafte Podcast-Folge aufgenommen! Hier geht’s zur Folge KS 111: Gesunde und schadstofffreie Reinigungsmittel mit Sauberkasten: https://katisiemens.com/de/111/#more-3363




Quellen

1
https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/zusatz_von_borsaeure_oder_borax_in_nahrungsergaenzungsmitt.pdf

2
https://www.ewg.org/guides/cleaners/content/cleaners_and_health/

3
https://www.womensvoices.org/safe-cleaning-products/reproductive-harm/

4
https://www.yourfertility.org.au/sites/default/files/2018-08/How_to_avoid_chemicals_that_can_reduce_fertility.pdf

5
https://www.sciencedaily.com/releases/2014/08/140813173639.htm

6
https://womeninbalance.org/2012/10/26/xenoestrogens-what-are-they-how-to-avoid-them/

7
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18942551

8
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK537213/

9
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6396757/

10
https://chem-tox.com/infertility/


Foto
von Simon Berger, Unsplash
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Richtige Hygiene im Haushalt

Wir erleben momentan die Corona Pandemie und möchten eine schnelle Ausbreitung des Virus vermeiden. Um krankmachende Keime im eigenen Zuhause einzudämmen, ist eine regelmäßige und gründliche Reinigung ein Muss.


Welche Reinigungsmittel? 

Für ein sauberes und keimfreies Zuhause braucht es, laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, keine Desinfektionsmittel. Sie entfernen keinen Schmutz und ersetzen auch keine ordentliche Reinigung. Antibakterielle Reinigungsmittel sollten in der Regel in privaten Haushalten eher vermieden werden.
Ausnahmen bestätigen die Regel, z.B. wenn bereits eine Erkrankung vorliegt. Dann gilt was Ärzte und Gesundheitsamtes in Ausnahmefällen empfehlen. 

Normale Reiniger, die man sonst auch benutzt, reichen völlig aus um mehr als 90% aller Oberflächenkeime zu entfernen. Du kannst also wie gewohnt deine üblichen Putzmittel und Hausmittel verwenden.


Du willst umweltfreundliche Reiniger verwenden? Dann probier doch mal eines unserer Sauberkasten-Sets aus. Mit denen kannst du im Handumdrehen ökologische Reiniger und Waschmittel selbst herstellen.


Umgang mit Putzutensilien

Es ist ratsam, für die Küche, das Geschirr, den Fußboden, das Bad, die Toilette getrennte Putzlappen zu verwenden.

Bakterien mögen feuchte Umgebungen und vermehren sich dort besonders gut. Daher sollte nach der Benutzung von Lappen, Schwämmen oder Wischmop, diese zum Lüften aufgehangen werden, damit sie richtig trocknen können. 

Außerdem sollte man die Putzutensilien häufig wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. 


Nicht vergessen!

Türgriffe, Armaturen, Lichtschalter und andere Oberflächen, die häufig berührt werden, regelmäßig abwischen. 

Auch das Handy oder die Fernbedingung nicht vergessen.

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen hält dich und dein Zuhause zusätzlich sauber. 


Fenster auf, Luft rein!

Neben dem Reinigen ist auch das Lüften der Räume von großer Bedeutung, um das Zuhause sauber zu halten. Frische Luft tut uns gut, somit fördert regelmäßiges Lüften eine gute Luftqualität in den Räumen und hält uns gesund. 

Das Lüften verringert die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft und senkt damit das Ansteckungsrisiko.

Auch wenn die Heizungen noch laufen, ist das regelmäßige Stoßlüften zu empfehlen. Dafür mehrmals täglich die Fenster für einige Minuten weit öffnen. Das Thermostat sollte während des Stoßlüftens auf 1 gestellt werden (um das komplette Herunter- und Wiederhochfahren zu vermeiden).


Wäschewaschen

Auch beim Wäschewaschen sollte man darauf achten, dass nicht nur der sichtbare Schmutz verschwindet, sondern auch Mikroorganismen entfernt werden. 

Putzlappen, Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche und Unterwäsche sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. 

Normale Bekleidung kann bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden.

Hygienespüler sind in der Regel nicht notwendig. Wenn doch, eignet sich als umweltfreundliche Alternative Sauerstoffbleiche gut.

Es wird empfohlen, die Waschmaschine regelmäßig (etwa einmal die Woche) bei mindestens 60 Grad anzustellen, damit sich keine Keime in der Waschmaschine sammeln können. 

Empfohlen wird ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel – das DIY-Waschmittel von Sauberkasten, bestehend aus Kernseife und Soda, kann als Vollwaschmittel benutzt werden. Um Kalk, Ablagerungen und Keime zu vermeiden kannst du zusätzlich Essig, Zitronensäure oder Sauerstoffbleiche benutzen.


Mehr dazu findet ihr in diesem Beitrag: Wissenswertes und Tipps zum DIY-Waschmittel



Rezept für einen DIY-Vielzweckreiniger

Du möchtest dein Zuhause mit natürlichen Mitteln reinigen? Wir empfehlen dir unseren DIY-Vielzweckreiniger. Du kannst ihn im Bad, in der Küche und auf vielen anderen Oberflächen anwenden.


Du brauchst:

eine leere Sprühflasche (500ml Fassungsvermögen)
100 ml Essigessenz (25%ige Säure)
400 ml Wasser
10 Tropfen ätherisches Öl deiner Wahl

Gib alle Zutaten mit Hilfe eines Trichters in die Flasche und schüttle einmal kräftig. Schraube den Sprühaufsatz drauf und beschrifte die Flasche ordentlich. Schon fertig.

Die Essigessenz hat eine reinigende, entkalkende und desinfizierende Wirkung. Aber Vorsicht bei der Anwendung auf Aluminium, Marmor und Natursteinen, Silikon oder Gummi.

Noch mehr Rezepte für Reiniger und Waschmittel findest du in unseren Sauberkasten-Sets.


Bleibt gesund, ihr Lieben!
Euer Sauberkasten-Team



Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/haushaltshygiene.html

Titelbild: Charlott Richter, https://www.thehappyyears.de/
Bild 1: Charlott Richter, https://www.thehappyyears.de/
Bild 2: Clay Banks on Unsplash
Bild 3: Daniel Hansen on Unsplash
Bild 4: Bild: Sarah Mühl, https://cabinfourth.com/, https://newmoonclub.de/

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